“Everything bounces everywhere
with almost no loss.”
Echo ist eine visuelle Bühnenproduktion von Post uit Hessdalen und dem Gitarrenquartett Zwerm. Ausgehend vom uralten Mythos der Echo verweben sie live auf der Bühne ihre jeweiligen Vorlieben für Bild und Klang. Gemeinsam suchen sie nach den Resonanzen, Assoziationen und Erinnerungen, die in den Orten verborgen liegen, an denen die bestrafte Waldnymphe Echo Zuflucht fand. Die Tänzerin Charlotte Goesaert führt das Publikum durch eine sinnliche Reise, in der live erzeugte Videobilder, unsichtbares Licht und flüchtige Farben die Hauptrollen spielen. Zusammen erwecken sie das Bühnenbild wie einen wachsenden Körper zum Leben, getragen von der mitreißenden Klangwelt der vier Zwerm-Musiker.
Everything was forever, until it was no more
Wie findet eine antike griechische Geschichte heute noch ihre Resonanz? Das Echo von heute erklingt online auf Servern in Mons, South Carolina oder am Pazifischen Ozean und nicht mehr zwischen majestätischen Bergen und in tiefen Tälern. Unsere heutige virtuelle Identität, gedankenlos ins Internet geworfen, verbindet unser Schicksal mit dem der bestraften Waldnymphe: Auch wir existieren willentlich weiter, gespeichert als Einsen und Nullen auf einem der Millionen von Servern irgendwo auf der Welt. Wir werden nie wieder in der Lage sein, unseren eigenen digitalen Kern zum Schweigen zu bringen, trotz des jüngsten Urteils des Europäischen Gerichtshofs über das „Recht auf Vergessenwerden“. Echo fragt, wie wir mit dieser virtuellen Erinnerung umgehen sollten.
Nachdem wir unser saalgroßes Tuch über den Köpfen des Publikums in Belgien und den Niederlanden gespannt hatten, haben wir es sorgfältig zusammengefaltet. Seit 2017 wird diese Vorstellung nicht mehr gespielt.
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