zirkus & musiktheater

Post uit Hessdalen

ist die Kompanie des Jongleurs und Videomachers Stijn Grupping und der Regisseurin Ine Van Baelen. Mit ihrem gemeinsamen Hintergrund im Film und ihren eigenen Erfahrungen in Zirkus und Theater schaffen sie seit 2015 hybride Performances in ungewöhnlichen Settings, wie etwa auf der Ladefläche eines Lastwagens oder auf einer Ebene mit 4,7 km weitem Ausblick. Die Hauptrollen in diesen Performances spielen (Video-)Bilder, das Jonglieren mit hüpfenden Bällen und (Live-)Musik.

Ihr eigenwilliges Zirkus- und Musiktheater genießt internationale Anerkennung aufgrund der Liebe zum Detail, des technischen Einfallsreichtums und des Zusammenspiels mit den Rhythmen und Trommeln des Musikers Frederik Meulyzer. Im kollektiven Kreativprozess sucht die Gruppe durch eine reduzierte Performance-Sprache nach Möglichkeiten, Phänomene wie Zeit, Raum und unsere virtuelle Zukunft auf der Bühne darzustellen. Zum Beispiel, durch den buchstäblichen Versuch der Zeit zu entkommen; indem sie durch Jonglage den gehetzten Takt der wirtschaftlichen Rat Race vor Augen führen oder indem sie der Gefahr von Robotern ins Gesicht blicken und diese mit auf die Bühne bitten.

Post uit Hessdalen spielt in ganz Europa in Theatern, Schulen, Jazzclubs, Opernhäusern, Wäldern, auf Zirkusfestivals, Marktplätzen, Parkplätzen,…für junges und nicht mehr ganz so junges Publikum.

Liebe Zuschauer: innen

Jede Aufführung ist ein Gespräch in zwei Richtungen. Auf beiden Seiten: angespannte Sinne und große Neugier. Aber auch: heikle Fragen, komplizierte Antworten und die Erlösung unbeständig. Das Schlurfen beim Eintreten, Husten, dann die Bilder, Klänge, manchmal Worte und schließlich die Stille, die eine umfangreiche Antwort ist. Auch wenn wir nicht zusammengefunden haben, dann wisset, dass wir aufmerksam zugehört haben und es morgen wieder versuchen werden. Und wieder.

Mit freundlichen Grüßen,
Ine & Stijn, Post uit Hessdalen

„Die Tatsache, dass dieses Künstlerduo über einen längeren Zeitraum hinweg eine inhaltliche Recherche betreibt, die über eine einzelne Produktion hinausgeht, und diese mit unterschiedlichen Formen und Disziplinen verknüpft, macht sie besonders interessant. Von ihrem Debüt Het kleinste familiecircus ter wereld, in dem sie Videoprojektionen einsetzen, um die physischen Grenzen des Zirkuskörpers in Zeit und Raum zu überschreiten, über die Dokumentation Poolnacht, in der flirrend-graue Dunkelheit und eine Erzählstimme in eine zeitlose Trance versetzen, bis hin zu PAKMAN: radikal unterschiedlich in Form und Disziplin, teilen sie inhaltlich dieselbe Sorge: Wie gehen wir als Menschen mit dem Phänomen Zeit um? Als virtuelles, natürliches oder ökonomisches Gegebenes.“

Liv Laveyne ûber Post uit Hessdalen in Circus magazine#48

„Post uit Hessdalen hatte bereits mit PAKMAN bewiesen, Technik, Jonglage und künstlerische Ausdruckskraft auf beeindruckende Weise zu verbinden. Mit ihrer neuesten Jonglier-Performance gelingt ihnen dieses Kunststück erneut. Es ist eine präzise getimte und fein austarierte Komposition aus Bild und Klang entstanden.“

Tuur Devens über Man Strikes Back auf Theaterkrant.nl

Im Tal von Hessdalen, Norwegen, wird seit 1940 ein unerklärliches Lichtphänomen beobachtet.

Zwischen Dezember 1981 und Sommer 1984 erreichte die Zahl der Erscheinungen mit 15 bis 20 Sichtungen pro Woche ihren Höhepunkt. Seither sucht eine Gruppe von Wissenschaftlern nach einer Erklärung für dieses rätselhafte Lichtspektakel. Jede bislang gefundene Hypothese – von Autoscheinwerfern bis hin zu außerirdischem Leben – wurde mangels ausreichender Beweise verworfen.
Das Tal von Hessdalen zählt nur noch etwa hundert Einwohner. Einst war diese Gemeinde viermal so groß. Heute stehen viele Häuser leer. Diejenigen, die Hessdalen heute noch bewohnen werden in ihrem Vorhaben, das Mysterium zu beschreiben, verspottet und tun dies im Stillen.

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